"Man muss zuhören können und dem Gegenüber mit Respekt begegnen."

Eva Heinrich, Betreuungskraft im Seniorenzentrum Spitalhof Münchingen

"Kommen Sie mit! Ich hab was Schönes für Sie! Das macht Ihnen bestimmt Spaß!"

Wenn Eva Heinrich auf den Wohnbereich kommt, verbreitet sie gute Laune. Mit einem Lächeln und aufmunternden Worten lädt sie die Bewohner zu einem Angebot ein, z. B. zum Gedächtnistraining, zur Gymnastik, zum Waffelbacken oder zum Gemeinschaftsabend. "Oft sagen die Bewohner zuerst, dass sie keine Lust haben, aber dann machen sie doch mit und haben ein Strahlen in den Augen," erzählt sie.

 

"Sie hat gemerkt, wo ich meine Stärken habe." 

Angefangen hat Eva Heinrich als Pflegekraft. "Damals hat die Heimleiterin mich gefragt, was ich gerne mache, wo ich meine Stärken habe," berichtet sie. "Nach einiger Zeit hat sie mir angeboten in den Betreuungsbereich zu wechseln. Sie hat gemerkt, dass mir dieser Bereich liegt." Zunächst zögerte Eva Heinrich etwas, doch heute ist sie froh über den Wechsel. Die Betreuungsarbeit macht ihr viel Spaß. Meistens sind es Gruppen von 10 - 15 Bewohnerinnen und Bewohnern, für die sie eine Aktivität anbietet. Manchmal übernimmt sie auch Einzelbetreuungen.

 

Was braucht man als Betreuungskraft? Worauf kommt es an? 

"Respekt", sagt Eva Heinrich. "Dem anderen mit Respekt zu begegnen ist das Allerwichtigste - und zuhören. Zuhören ist auch ganz wichtig".

 

"Wenn neue Bewohner kommen, nehme ich mir Zeit für sie. Ich lasse sie über sich erzählen und höre zu. So finde ich heraus, was sie gerne mögen und wie ich ihnen die Eingewöhnung erleichtern kann.“