Unser Wohngruppenkonzept

In den neueren Häusern sind die Pflegewohnbereiche bereits nach dem Wohngruppenkonzept gestaltet. In den älteren Häusern wird das Konzept an die vor Ort gegebenen Rahmenbedingungen angepasst und gemeinsam mit den Mitarbeitenden Schritt für Schritt eingeführt. Eine Projektgruppe hat Qualitätsstandards für die Einführung des Wohngruppenkonzepts im Unternehmen entwickelt:

 

Wohnmilieu

Die Seniorenzentren sind in Wohnbereiche/Wohngruppen eingeteilt. I.d.R. bilden 15 Bewohner*innen eine Wohngruppe. Zentrum des Wohnbereichs ist eine große gemütliche Wohnküche mit Essbereich und Raum für Angebote. Die Bewohner*innen der Wohngruppen treffen sich hier zu den Mahlzeiten und für gemeinschaftliche Aktivitäten. Ein Wohnzimmer und/oder Sitzecken mit bequemen Sitzmöglichkeiten bieten zusätzlich Platz zum Sitzen, Spielen, Ausruhen.

 

Mahlzeiten in familiärer Atmosphäre, ohne Zwang selbst kochen zu müssen 

Das Mittagessen wird nicht auf Tabletts serviert, sondern geschöpft. Die Bewohner*innen können aus den zwei angebotenen Gerichten und den Beilagen auswählen. Die Speisen werden von der Zentralküche der Evangelischen Altenheimat geliefert. Frühstück, Abendessen, Zwischenmahlzeiten sowie Nachmittagskaffee werden im Haus/in der Wohngruppe gerichtet. Dieses Organisationsmodell stellt sicher, dass das Essen professionell gekocht wird, altersgerecht und nährstoffreich ist. Bewohner*innen und Mitarbeitende werden vor Überforderung geschützt. Kochen und Backen können als Aktivierung der Bewohner*innen zusätzlich genutzt werden, z. B. um gemeinsam einen Kuchen zu backen, einen Nachtisch zuzubereiten oder um ein besonderes Gericht zu kochen.

 

Mitarbeitende übernehmen Alltagsaufgaben, Bewohner*innen können mitmachen

Alle Alltagsaufgaben wie z. B. Essen richten, putzen, Wäsche waschen werden grundsätzlich von Mitarbeitenden erledigt. Wenn sie möchten, können Bewohner*innen an Hausarbeiten beteiligt werden und z. B. beim Wäsche zusammenlegen, Blumen gießen, beim Tischdecken helfen.

 

Bewohner*innen können mitbestimmen und -gestalten 

Für Bewohner*innen und Angehörige ist es wichtig, jederzeit eine erreichbare Ansprechperson zu haben. Die Wohnküche/der Servicebereich im Esszimmer ist daher tagsüber permanent mit einem/ einer Mitarbeiter*in besetzt. Die individuellen Wünsche der Bewohner*innen zur Gestaltung der Tagesstruktur, z. B. aufstehen, schlafen gehen, essen, Freizeitgestaltung, werden weitmöglich berücksichtigt. Die Körperpflege erfolgt individuell, sensibel und bedürfnisorientiert. Es gibt einen 'geschützten' Außenbereich, der entweder jeder Wohngruppe zugeordnet oder für alle zugänglich ist. Bewohner*innen, die dies möchten, wird regelmäßiger Kontakt mit Tieren ermöglicht.

 

Multiprofessionelles Team mit klarer Zuordnung von Aufgaben und Verantwortung 

In den Wohngruppen arbeiten Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Hauswirtschafts-/ Servicekräfte und Alltagsbegleiter*innen/Betreuungskräfte eng zusammen. Sie bilden das Wohnbereichsteam. Um Einzelne vor Überforderung zu schützen, gibt es eine klare Trennung von Professionen und eine klare Zuordnung von Aufgaben und Verantwortung: Für jede Profession gibt es ein Aufgabenprofil und jede*r macht verlässlich das, wofür sie*er eingeteilt ist. Ein Einsatz im Bereich Pflege sowie Hauswirtschaft ist möglich, in der Regel aber nicht innerhalb einer Schicht. Um den Dienstplan zu gewährleisten, gibt es eine Regelung für die notwendige Vertretung im Krankheitsfall.

 

Qualifiziert und konzeptionell 

Alle Mitarbeitenden sind für die jeweiligen Aufgaben qualifiziert und erhalten kontinuierlich Schulung und Fortbildung. Pflegekonzept und Hygienekonzept werden im Alltag umgesetzt. Ein ständig aktualisiertes Qulaitätshandbuch bietet hilfreiche Unterstützung im Arbeitsalltag.