"Wenn Sie wirklich wollen, können Sie alles erreichen."

Andreas Martin,
Heimleiter im Seniorenzentrum Schmiden
und im Seniorenzentrum Melanchthonhaus in
Schwäbisch Gmünd

Erstmal zwei Schritte zurück: Einstieg als Pflegefachkraft

In Kontakt mit der EAH kam Andreas Martin bereits während seines Studiums, als er über eine Zeitarbeitsfirma als Nachtwache aushalf. Nach Abschluss seines Studiums war es schwieriger als erwartet eine Stelle zu finden, denn akademisch gebildete Pflegedienstleitungen wurden damals noch wenig nachgefragt. Eine zufällige Begegnung mit der Pflegedienstleiterin des Emma-Reichle-Heims bot ihm die Chance bei der EAH einzusteigen: als Pflegefachkraft mit der Aussicht, später eine Stelle als Wohnbereichsleiter zu bekommen.

Der nächste Schritt: eine Stelle als Wohnbereichsleiter

Zwei Monate später erhielt er das Angebot, nach Bondorf zu wechseln und im dort neu eröffneten Seniorenzentrum Am Rosengarten die Leitung eines Wohnbereiches zu übernehmen. Zwei Jahre arbeitete er dort, sammelte Erfahrung als Wohnbereichsleiter und stv. Pflegedienstleiter. 2007 übernahm er die Leitung des neu eröffneten Seniorenzentrums in Fellbach-Schmiden. Seit 2009 leitet er auch das Johannes-Brenz-Haus in Schwäbisch Gmünd.

Eigeninitiative zeigen und Chancen nutzen 

Hat Andreas Martin einfach nur Glück gehabt? "Ja, ich hatte Glück, denn ich konnte einen persönlichen Kontakt nutzen, um bei der EAH einzusteigen", sagt er. "Ich war aber auch bereit noch einmal zwei Schritte zurückzugehen. Ich habe mein Interesse an einer Weiterentwicklung signalisiert, eine Chance bekommen und sie genutzt."

Wenn ich pflegebedürftig wäre, wollte ich hier wohnen. Ich kann hier besser versorgt werden als zuhause, ich habe soziale Kontakte und bin nicht den ganzen Tag allein.

Seine Arbeit: vielseitig, abwechslungsreich, zukunftsorientiert 

In seinen "Häusern" in Schmiden und Schwäbisch Gmünd fühlt er sich "rundum wohl". An seiner Arbeit gefällt ihm, dass sie so vielseitig und abwechslungsreich ist. Natürlich gibt es auch Rückschläge. "Als Führungskraft darf man sich davon nicht entmutigen lassen", meint Andreas Martin. " Man muss mit Kritik umgehen können und sie nicht persönlich nehmen." Pflegefachkräften mit Interesse an "mehr" empfiehlt er, von sich aus initiativ zu werden und um Unterstützung nachzufragen: "Wenn Sie es wirklich wollen, können Sie alles erreichen!"

Würde er seinen Söhnen eine Ausbildung als Altenpfleger empfehlen? 

"Ja sicher," sagt er, "das ist ein toller Beruf mit vielen Chancen. Ich wünsche mir nur, dass bis dahin die Pflegeberufe mehr gesellschaftliche Anerkennung genießen."

Altenpfleger ist ein Beruf mit Zukunft, der sich ständig weiterentwickelt, weil immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse einfließen.