„Dass man auch mit 50 geschätzt wird und eine Chance bekommt, ist schon etwas Besonderes.“

Christine Hinderer,
Alltagsbegleiterin, Verwaltungsangestellte
und Qualitätsbeauftragte im
Melanchthonhaus in Schwäbisch Gmünd

Neues Berufsziel: Alltagsbegleiterin 

Für demenzkranke Bewohner mit besonderem Betreuungsbedarf können Pflegeheime seit 2008 zusätzliches Betreuungspersonal, sog. Alltagsbegleiter, einstellen. Überall im Land gibt es dazu Qualifizierungsmaßnahmen. Für Christine Hinderer eine Chance zur beruflichen Neuorientierung. „Ich konnte mir schon länger vorstellen, mit älteren Menschen zusammenzuarbeiten und habe mich daher für diese Ausbildung entschieden“, erzählt sie.

Eine Kombistelle Verwaltung und Betreuung – Wäre das was für Sie?

2010 hatte sie die Qualifizierung abgeschlossen und bewarb sich. 28 % konnte ihr das Johannes-Brenz-Haus anbieten, mit der Option kontinuierlich aufzustocken. Ob sie sich auch vorstellen könnte, einen Teil in der Verwaltung zu arbeiten? Sie konnte und wurde die erste Alltagsbegleiterin im Johannes-Brenz-Haus. 6 Monate lang war sie ausschließlich als Alltagsbegleiterin tätig, mit wachsendem Arbeitsumfang. Dann kam der Verwaltungsanteil dazu. Seit November 2011 arbeitet Christine Hinderer 100 % . Im Dezember 2013 ist sie mit ins neue Melanchthonhaus umgezogen.

Ihre Arbeit: abwechslungsreich und nah an den Menschen 

60 % ihrer Arbeitszeit verbringt sie direkt mit den Bewohnern. Sie plant und organisiert und leitet Gruppenangebote für 14 demenzkranke Menschen, die besondere Betreuung im Alltag benötigen. Das Programm ist vielfältig und orientiert sich an den Interessen der Gruppe: gemeinsames Frühstück, Zeitungsrunde, Gedächtnistraining, Gymnastik, spielen, malen, kegeln, Bingo, Ausflüge. Zusätzlich bietet sie 2x pro Woche Sturzprophylaxe an. 40 % ist Christine Hinderer in der Heimverwaltung tätig.

An ihrer Arbeit gefällt ihr

„zu sehen, wie man den älteren Menschen noch sehr schöne Tage bereiten kann.“

Erfolg ist für sie

„wenn es gelingt, Bewohner, die sehr isoliert gelebt haben, in die Gruppe zu integrieren und zu sehen, wie sie sich dort sehr wohlfühlen.“

Sie freut sich

„dass man sich in der Betreuung die Zeit nehmen kann, die man braucht, ohne Stress und Hektik.“

Sie schätzt 

die Menschlichkeit und die offene und kommunikative Haltung ihrer Vorgesetzten, die Neues und Verbesserungsvorschläge aufnehmen und umsetzen.

Es ist schön, die Dankbarkeit der Bewohner zu erleben und zu spüren, dass man einfach für sie da ist.“