„Ich bin dankbar für die Chance der beruflichen Neuorientierung, die ich bekommen habe!"

Claudia Kemker,
Sachbearbeiterin Mahnwesen in der
Hauptverwaltung in Stuttgart-Zuffenhausen

Mit Energie und Durchhaltevermögen erarbeitet sie sich das nötige Wissen

Nach 6 Jahren in der Verwaltung des Wohnstiftes in Mönchfeld begann Claudia Kemker 2008 ihre Tätigkeit in der Hauptverwaltung der EAH. Ihre Aufgabe: das Mahnwesen aufzubauen. In den ersten zwei Jahren war sie an drei Vormittagen noch an ihrem bisherigen Arbeitsplatz im Wohnstift Mönchfeld tätig und an 2 Tagen in der Hauptverwaltung. „Ein Spagat“, sagt sie rückblickend. Als sich erste Erfolge einstellten und der Bedarf immer größer wurde, konnte sie ihre Stelle zunächst auf 75% und weiter auf 100% aufstocken und nach und nach ganz in die Hauptverwaltung wechseln.

Ich wollte alles über mein neues Fachgebiet wissen. Oft habe ich mich Zuhause abends und am Wochenende hingesetzt, in der Fachliteratur und im Internet recherchiert. Ich habe Fortbildungen besucht, Kontakte zu Gerichten, Anwälten, Sozialämtern und Notaren geknüpft und ein Netzwerk aufgebaut.

2012 hatte sie sich genügend Kenntnisse angeeignet um die Abwicklung des gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungswesens selbständig zu bearbeiten. Die war bis dahin über ein Rechtsanwaltsbüro erfolgt. „Jetzt beantrage ich die Mahn- und Vollstreckungsbescheide beim Amtsgericht und vergebe Zwangsvollstreckungen an die Gerichtsvollzieher selbst“, sagt sie stolz. „Dadurch sparen wir enorme Kosten.“

Der Erfolg spornt sie an, weiter zu lernen

„Mit 47 Jahren habe ich erst wieder lernen müssen zu lernen“, erklärt sie. “Jetzt macht es mir immer mehr Spaß. Und das, obwohl das Thema eher trocken ist.“ Mit einer glatten Eins hat sie gerade ein 6-monatiges Fernstudium zur Fachfrau für Forderungsmanagement abgeschlossen. Das nächste „Projekt“ hat sie schon im Kopf: „Damit ich mich noch besser in der Welt der Gerichte und Rechtsanwälte bewegen kann, möchte ich mich gerne zur Rechtsassistentin weiter qualifizieren.“

Die Erfolgsfaktoren: Fingerspitzengefühl und fundiertes Wissen 

Ihren Job empfindet sie als spannende Herausforderung „Ich muss viel Fingerspitzengefühl haben und ganz klares Wissen darüber, was ich darf und was nicht. Jeder Fall ist anders. Ich muss Wege finden, mit schwierigen Situationen umzugehen. Das macht mir Spaß!“ Ihr Erfolg lässt sich in Zahlen messen, die Akzeptanz und Wertschätzung von Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen nicht. Doch die ist ihr genauso wichtig.

Ich habe von meinen Vorgesetzten immer das Signal bekommen, dass sie sehr viel Vertrauen in mich setzen und dass ich gute Arbeit leiste.