"Die Altenpflege ist ein Berufsfeld mit Riesenchancen. Allerdings sollte man ein gutes Potential an sozialen Fähigkeiten haben!"

Marco Natanni,
Pflegedienstleiter im Emma-Reichle-Heim
in Stuttgart-Hedelfingen

Vom FSJler zum Pflegedienstleiter

„Nach dem sozialen Jahr wusste ich, dass mein Gefühl für meine Berufswahl richtig war,“ erzählt Marco Natanni. „Altenpflege war mein Ding!“ Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete er als Pflegefachkraft im Emma-Reichle-Heim. Wohnbereichsleiter war sein nächstes Ziel.

Ich war mir sicher: Ich kann mit meiner Persönlichkeit auch die Verantwortung für die Arbeit und Gestaltung eines Teams und eine Bewohnergruppe übernehmen. Mit all den persönlichen Anforderungen, die so ein Wohnbereich darstellt.

2001 wurde Marco Natanni die Leitung des größten Wohnbereiches im Haus übertragen. Seit 2008 ist er als Pflegedienstleiter für 45 Mitarbeitende verantwortlich. Er schätzt den „Spirit“ im Haus und beim Träger EAH. Seine Aufgabe als Führungskraft sieht er darin, den Mitarbeitenden Sicherheit zu geben und ihnen zu vermitteln: Da ist jemand, der mich und meine Situation versteht, mir zuhört, mich wahrnimmt und ernst nimmt als Mensch.

Für ihn wichtig: eine positive Einstellung zum Alter und Bereitschaft zur Teamarbeit

„In der täglichen Arbeit mit älteren Menschen ist wichtig, selbst eine Vision vom guten Altwerden zu haben“, meint Marco Natanni. „Man darf sich von den Krankheiten und dem Sterben nicht runter ziehen lassen. Und man sollte im Team arbeiten: sich einbringen, die Kollegen mit ihren Stärken und Schwächen akzeptieren und sich gegenseitig fördern. Dann hat man auch ein Gefühl der sozialen Sicherheit. Man fühlt sich aufgehoben!“

Menschen faszinieren ihn

Nach 22 Jahren faszinieren ihn immer noch die Menschen, mit denen er täglich zu tun hat: „Jeder Bewohner und auch jeder Mitarbeiter bringt seine Geschichte mit. Zum Teil großartige! Mir geht es besonders darum, dass sich die Bewohner im "Emma" gut einleben und die vielfältigen Angebote wahrnehmen. Manche kommen aus einer großen Einsamkeit!

Es fördert die eigene Persönlichkeit, zuzuhören, zuzuschauen und mitzuerleben, welche Entwicklung bei vielen unserer Bewohner noch möglich ist.“

Kulturelle Vielfalt bereichert

"Wir im Emma sind international", berichtet Marco Natanni. "Ich selbst habe italienische Wurzeln und bin ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten, die man in Deutschland und bei der EAH hat, wenn man sich integriert und engagiert. Auch bei den Bewohnen wird die kulturelle Vielfalt immer größer."

Die Tätigkeit in der Altenpflege wird immer internationaler. Der Beruf Altenpfleger ist immer besser angesehen. Das liegt auch daran, dass wir den Beruf sehr professionell und engagiert auffassen. Wir brauchen und suchen Menschen, die viele Sprachen beherrschen und sich in vielen Kulturen zu Hause fühlen, auch und besonders natürlich in der schwäbischen!“