„Ich möchte mein Wissen weitergeben und auch erweitern.“

Minire Salaji, Wohnbereichsleiterin
Emma-Reichle-Heim in Stuttgart-
Hedelfingen

Der erste Kontakt 

"Obwohl ich in der Nähe gewohnt habe, war es eher ein Zufall, dass ich zum Emma-Reichle-Heim gekommen bin. Ich war mit meinen beiden Kindern auf dem gegenüberliegenden Spielplatz und habe mich spontan dazu entschieden, mich nach einer Stelle zu erkundigen. Das fiel mir sehr schwer, denn mein Deutsch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gut. Ich hatte in meinem Heimatland einen Abschluss als Krankenschwester gemacht und war auch schon in meinem Beruf tätig gewesen. Ich wollte mein Wissen gerne weitergeben und erweitern. In Deutschland war mein Diplom jedoch nicht anerkannt. 

Von der Heimleiterin und der Pflegedienstleiterin wurde ich sehr herzlich empfangen. Sie boten mir an, mich als Pflegehilfskraft auf 400 €-Basis einzustellen. Mein erster Arbeitstag war schon am nächsten Morgen."

Der erste Schritt: die Anerkennung als Pflegehelferin

So beschreibt Minire Salaji ihren Einstieg bei der EAH im Jahr 2000. Seither hat sie einen beachtlichen Entwicklungsweg zurückgelegt. Mit Energie und Ausdauer lernte sie nicht nur die deutsche Sprache, sondern erreichte auch die Anerkennung ihres Diploms in Deutschland. 2003 gelang ihr der erste Schritt: die Anerkennung als Krankenpflegehelferin. Fünf Jahre später bestand sie die Schulfremdenprüfung und erhielt endlich die Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Vorausgegangen war ein 18-monatiger Vorbereitungskurs. "Der Kurs war sehr gut für mich", sagt sie rückblickend. "Ich habe Sprache und Kultur besser kennengelernt. Die Evangelische Altenheimat hat mich für den Kurs freigestellt. Ich konnte meinen Arbeitsplatz behalten."

Von der Fachkraft zur Führungskraft 

Endlich durfte sie als Fachkraft arbeiten. Sie zeigte sich offen für neue Aufgaben und übernahm Schritt für Schritt immer mehr Führungstätigkeiten im Team. Seit 2010 leitet sie einen Wohnbereich mit Bewohnern. Die größte Herausforderung war für sie der Rollenwechsel von der Kollegin zur Vorgesetzten. Geholfen haben ihr dabei Gespräche mit erfahrenen Kolleginnen, mit ihrem Vorgesetzten und die Weiterbildung zur Wohnbereichsleiterin. Die wurde von der Evangelischen Altenheimat bezahlt.

Was reizt sie an ihrer Aufgabe als Führungskraft? 

"Es macht mich glücklich zu sehen, wie Menschen sich entwickeln können. Das möchte ich gerne unterstützen", sagt sie und strahlt. "Ich möchte in meinem Team regelmäßig Mitarbeitergespräche führen. Ich möchte erfahren, wie die Teammitglieder sich fühlen, was sie denken, was wir besser machen können."

"Die Menschen freuen sich, wenn ich auf den Wohnbereich komme. Das sind die Momente, die mich glücklich machen." Minire Salaji