"Manchmal wundre ich mich über mich selbst, was ich doch alles kann."

Nadine Mächtle,
stellvertretende Wohnbereichsleiterin im
Seniorenzentrum Am Rosengarten in Bondorf

Praktikum und FSJ halfen bei der Berufswahl

Eigentlich wollte Nadine Mächtle Mechatronikerin werden. Deshalb belegte sie in der Realschule das Fach Technik. In einer Gemeinschaftskundestunde bei der die Arbeitsagentur die Pflegeberufe vorstellte, machte es bei ihr „Klack“ und sie wusste: Altenpflege, das will ich machen!“ Um sich ganz sicher zu sein absolvierte Nadine Mächtle nach ihrem Realschulabschluss ein Praktikum und ein Freiwilliges Soziales Jahr. Im Anschluss daran begann sie ihre Ausbildung zur Altenpflegefachkraft. Drei Jahre nach ihrem Examen ist Nadine Mächtle immer noch sicher. Altenpflege ist „ihr Ding“.

Ich brauch das, am Menschen Gutes zu tun. Ich mag einfach das Glänzen in den Augen der BewohnerInnen. Da kommt so viel rüber! Es ist überwältigend, wie viel man bei BewohnerInnen erreichen kann und wie viel noch möglich ist, wo andere schon die Hoffnung aufgegeben haben. 

Nach dem Examen ging es gleich weiter

Damit sie auch in der Betreuung von beatmeten Menschen fit ist, absolvierte Nadine Mächtle eine 6-monatige Zusatzausbildung in Beatmung in der Uniklinik Tübingen. Noch während sie in dieser Weiterbildung war, zeichnete sich ein Stellenwechsel bei der stellvertretenden Wohnbereichsleitung ab. Das war ihre Chance. Seither ist die heute 22-Jährige im Haus Am Rosengarten als Altenpflegefachkraft und stellvertretende Wohnbereichsleiterin tätig. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört neben der Grund- und Behandlungspflege auch das Organisationsmanagement. Ebenso Telefonate, „Krisen“- Gespräche und Angehörigenarbeit.

Sie will in der Pflege bleiben 

Nadine Mächtle dachte schon mal darüber nach, Pflegemanagement und Pflegewissenschaften zu studieren. Durch dieses Studium hätte sie die Qualifikation, eine Heimleitung zu übernehmen. Doch im Moment ist das nicht ihr Ziel: „Ich möchte nicht von den Menschen weg. Ich möchte in der Pflege bleiben“, sagt sie.

Ihr Ziel: ein besseres Image der Altenpflege

Es ist ihr ein wichtiges Anliegen, an der Veränderung des Bildes „Altenpflege“ mitzuwirken und etwas zu bewegen. Dabei denkt sie z.B. an eine Mitwirkung in Gremien, wenn´s um das Thema Demenz geht. Sie möchte aktiv dazu beitragen, die Gesellschaft über dieses Krankheitsbild besser aufzuklären und dadurch die Akzeptanz und den Umgang mit Demenzkranken in unserer Gesellschaft fördern und fordern.

Ihr Wunsch: Arbeit in der Altenpflege ist eine Selbstverständlichkeit

Für die Zukunft wünscht sich Nadine Mächtle, dass ihr für ihre Arbeit und ihr Engagement niemand mehr auf die Schulter klopft und sagt: „Du machst das toll!“ Ihr Traum ist, dass es irgendwann einfach eine Selbstverständlichkeit ist…

Ältere Menschen sind faszinierend. Sie sind für mich gewissermaßen wie Freunde, die einem im Leben helfen. Diese Erfahrungen prägen mein ganzes Leben und lassen mich viele Dinge anders sehen.